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Wie soll nun ein Webmaster vorgehen, der seine E-Mail-Adresse zwar auf seinen Webseiten
veröffentlichen will, aber trotzdem nicht möchte, daß Harvester diese finden?
Bei einer Suche im WWW findet man auf diese Frage unterschiedliche Antworten: Man kann die E-Mail-Adresse
clientseitig durch Javascript generieren lassen. Man kann die E-Mail-Adresse als Graphik darstellen. Man
kann anstelle der E-Mail-Adresse ein Kontaktformular verwenden.
Doch die meisten der Tipps, die man findet, führen dazu, daß die Webseite nicht mehr barrierefrei
ist. Dies heißt, daß man bestimmte Personen vom Gebrauch der E-Mail-Adresse ausschließt. So kann beispielsweise
ein blinder oder sehbehinderter Internet-Nutzer sich eine Graphik nur dann vorlesen lassen oder sie per
Braille-Zeile ertasten, wenn ein Alternativtext angegeben ist, der denselben Informationsgehalt hat. Doch nicht
nur Blinde und Sehbehinderte können keine Graphiken erkennen, auch bei sehenden Nutzern ist es manchmal sinnvoll,
das Laden von Bildern auszuschalten (z.B. bei langsamen Modem-Verbindungen). Der HTML-Standard sieht deshalb für
Graphiken den Alternativtext (Attribut "ALT") als Pflichtattribut vor. Wenn aber die E-Mail-Adresse ohnehin im
Klartext als Alternativtext zur Graphik angegeben werden muß, dann schützt die Graphik nicht mehr vor Harvestern.
Auch Javascript scheidet als Möglichkeit aus, da es Anwender ausschließt. Hier sind natürlich auch wieder die
Anwender von Textbrowsern zu nennen, da sich viele Javascript-Funktionen auf Fenster und Graphik beziehen und es
deswegen für einen Textbrowser nicht sinnvoll ist, Javascript auszuführen. Doch auch für Anwender mit einem graphischen
Browser ist es sinnvoll, Javascript auszuschalten (Weiterführende Informationen).
Bei Codierung der E-Mail-Adresse mit Javascript muß also die E-Mail-Adresse im Klartext innerhalb des <noscript>-Bereichs
genannt werden. Dann aber erfüllt die Coderung ihren Zweck nicht mehr.
Und Formulare anstelle E-Mails sind umständlicher zu handhaben. Viele Web-Nutzer haben schlechte Erfahrungen
mit Formularen auf privaten Homepages, in die man erst eine lange Mail eintippt, um dann nach Absenden
einen Serverfehler angezeigt zu bekommen und noch nicht einmal eine Kopie des Textes zu haben.
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Als Schlußfolgerung ist festzuhalten: Einen wirklich brauchbaren Schutz vor Harvestern gibt es nicht! Man kann es
Harvestern aber schwer machen, so daß es länger dauert, bis auf eine veröffentlichte E-Mail-Adresse Spam eintrifft.
Da Harvester auf Geschwindigkeit optimiert sind, lesen sie in der
Regel nur E-Mail-Adressen aus, die im HTML-Code im Klartext stehen. Manche Harvester wandeln @
oder @ automatisch in @ um, die anderen Codierungen für HTML-Zeichen werden aber von den
meisten Harvestern ignoriert.
In HTML kann man für jedes einzelne Zeichen, anstatt es im Klartext hinzuschreiben, auch mit seiner
Unicode-Nummer in dezimaler oder hexadezimaler Schreibweise codieren. Die entsprechenden Werte sind in
der nachfolgenden Tabelle aufgelistet.
Codieren Sie die einzelnen Zeichen Ihrer E-Mail-Adresse entsprechend dieser Tabelle, bevor Sie die
E-Mail-Adresse in Ihre Homepage einbauen. Verwenden Sie dabei verschiedene Codierungen, d.h. mischen Sie
die dezimale und die hexadezimale Schreibweise und lassen Sie auch noch ein paar uncodierte Zeichen
sowohl im Usernamen (also dem Teil vor dem "@") als auch im Domainnamen übrig. So überlisten Sie auch
Harvester, die (z.B. aufgrund unsauberer Programmierung) nur eine Art von Codierung gleichzeitig
anwenden können.
Eine echte Verschlüsselung ist das natürlich nicht. Die Codes sind HTML-Standard (ansonsten würde
der Browser die Zeichen ja auch gar nicht richtig interpretieren können). Lediglich die meisten
Harvester-Programme ignorieren diese Zeichen. Deshalb können Sie mit dieser Methode zwar nicht
sicher sein, daß Ihre Adresse niemals von einem Harvester ausgelesen wird, aber Sie stellen dem Harvester
hiermit eine erhebliche Hürde auf.
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