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Aus meinem Bücherregal

Ada Lovelace, Lord Byrons Tochter (Teil 2)


Ada Lovelace (Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace) war eine britische Mathematikerin und die erste Programmiererin. Das heißt, sie ist der erste Mensch, der jemals ein Programm für eine Rechenmaschine entworfen hat. Und das bereits im 19. Jahrhundert!

In dem Buch "Byrons Tochter" beschreibt der Autor Benjamin Woolley sehr ausführlich und plastisch den Werdegang von Ada Lovelace, ihr Leben im England des 19. Jahrhunderts, ihre Rolle in der Gesellschaft, ihren Freundes- und Unterstützerkreis sowie ihr wissenschaftliches Interesse und ihre Leistungen.

Die Besprechung dieses interessanten Buches habe ich in drei Teile aufgeteilt. Hier im zweiten Teil gehe ich auf den Stand von Gesellschaft, Wissenschaft und Technik ein, der zur Zeit von Ada Lovelace (also in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts) bestand.

Es war die Zeit der Umbrüche und gesellschaftlicher Revolutionen: Die Erfindung der Eisenbahn führte sehr schnell zu einem System einheitlicher Uhrzeiten, die Telegraphie überwand weite Entfernungen, die Elektrizität faszinierte die Menschen.

Benjamin Woolley beschreibt in seinem Buch zudem sehr deutlich die gesellschaftlichen Umbrüche, die durch die technischen Innovationen und das neue Verständnis der Zusammenhänge der Welt hervorgerufen wurden. So wird etwa die Veröffentlichung der Evolutionstheorie Charles Darvins in seiner Wirkung einem gesellschaftlichen Selbstmord gleichgesetzt.

Erst wenige Jahre vor Adas Geburt war das metrische System eingeführt worden. Heute ist es uns in Europa selbstverständlich, mit Metern und Gramm, mit Standard-Vorsilben wie kilo, hekto, dezi, zenti, milli in 10er-Faktoren zu rechnen, damals war es eine sensationelle Neuerung. Und man brauchte Mathematiker, um alte Rechentabellen auf den neuen einheitlichen Standard umzustellen.

So war Ada Lovelace zwar in eine gesellschaftlich für sie schwierige Zeit, in der Frauen noch nicht viel zählten, hineingeboren worden, aber doch technisch und wissenschaftlich betrachtet in eine sehr spannende Zeit. Ob wir aus heutiger Sicht neidisch sein können auf die Frau, die in ihrem Leben z.B. Michael Faraday kennenlernte?

 

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