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![[Diese Seite ist Teil der Homepage www.daniel-rehbein.de]](http://www.daniel-rehbein.de/rahmen-link.gif) |
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Eine Auswahl von Btx-Seiten
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Ende der 80er erkannte die Deutsche Bundespost, daß Btx-Teilnehmer nach Übergängen in andere
Datendienste verlangten. So richtete sie Übergänge nach Cityruf (Funkruf), Telex (Fernschreiben) und
Telefax (Fernkopieren) ein. Der Übergang zum Telex-Dienst war bidirektional, d.h. es konnten sowohl Btx-Nutzer Nachrichten an
Telex-Anschlüsse senden als auch Telex-Benutzer Nachrichten an Btx-Teilnehmer schicken. Lediglich
der direkte (zeitgleiche) Dialog, wie ihn Telex-Benutzer untereinander führen konnten (heute würde
man "Chat" dazu sagen), war nicht möglich.
Der Btx-Teilnehmer musste sich am Telex-Umsetzer (Gateway) anmelden. Eingehende Telex-Nachrichten wurden
dem Teilnehmer über eine Mitteilung bekanntgemacht und musste in einem externen Rechner abgerufen
werden. Dies war für den Teilnehmer kostenlos.
Die Benachrichtigung über eingehende Telexe erfolgte auch bei gesperrtem Mitteilungsempfang, so
daß sich beim Zugang zum Btx-System durchaus folgendes Bild zeigen konnte:
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![[Zugang zu Bildschirmtext]](http://www.emschertal.de/gif/hallo.gif)
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Die Deutsche Bundespost wurde im Rahmen der Postreform zunächst in die drei Unternehmensbereiche
Postdienst, Telekom und Postbank aufgegliedert, ohne daraus eigenständige Unternehmen zu machen.
Somit hieß die Telekom zu dieser Zeit noch "Deutsche Bundespost Telekom", wie auf dem Bild oben zu sehen.
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Wie das nachfolgende Bild von der Btx-Leitseite der Deutschen Bundespost zeigt, wurden
auch die Btx-Angebote der drei Unternehmensbereiche aufgeteilt. Die Deutsche Bundespost Postdienst
hatte zu diesen Zeitpunkt bereits eine eigene Leitseite erhalten, während die Bereiche Telekom
und Postbank noch unter der alten Leitseite *20000# zu finden waren:
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![[Leitseite Deutsche Bundespost]](http://www.emschertal.de/gif/dbp-btx.gif)
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![[Btx-Kontoführung beim Postgiroamt]](http://www.emschertal.de/gif/btxkonto.gif)
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Damals konnte man auch noch nahezu alle Informationen über Produkte und Preise der Deutschen Bundespost
über Bildschirmtext erhalten. Selbst Angebote für Geschäftskunden, mit deren Veröffentlichung
sich die Unternehmen heutzutage sehr bedeckt halten, waren in Btx frei abrufbar.
Das folgende Bild zeigt, daß die Darstellungsmöglichkeiten des CEPT-Standards sehr intensiv genutzt
wurden, um sogar die Telegramm-Schmuckblätter auf dem Fernsehbildschirm der Btx-Teilnehmer darzustellen:
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![[Telegramm-Schmuckblatt "Herbst"]](http://www.emschertal.de/gif/herbst.gif)
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Die Orientierungsmechanismen des Bildschirmtext-Systems wie Sachgebietsverzeichnis, Anbieterregister
und Schlagwortverzeichnis waren immer wieder im Fokus der Kritik sowohl seitens der Btx-Teilnehmer
als auch seitens des Btx-Betriebers, der Deutschen Bundespost. Denn diese konnte nicht so schalten und
walten wie sie wollte: Gemäß dem Btx-Staatsvertrag der Länder
war sie gezwungen, jedem Anbieter ein unkontrolliertes Eintragungsrecht im gesamten
Schlagwortverzeichnis zu geben. Dies führte zu dem Ärgernis, daß unter den meisten Schlagworten
seitenlange Listen von Anbietern standen, die mit der Buchstabenfolge "AAAAAAA" begannen und mit
Sex-Angeboten Geld kassieren wollten, mit dem jeweiligen Schlagwort aber in keinerlei Beziehung
standen.
Schließlich erreichte die Deutsche Bundespost, daß ihr die Möglichkeit eingeräumt wurde,
ein Verzeichnis mit redaktionell betreuten Btx-Wegweisern privater Anbieter zu führen. Ein solcher
privater Anbieter mit einem redaktionell betreuten Schlagwortregister war Infoplus, dessen Leitseite
im nachfolgenden Bild zu sehen ist:
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![[Suchdienst "Infoplus"]](http://www.emschertal.de/gif/infoplus.gif)
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Das Schlagwortregister "Infoplus" basierte auf Gegenseitigkeit: Jeder Anbieter, dessen Programm in
Infoplus eingetragen wurde, musste in seinem Programm ebenfalls einen Verweis auf Infoplus
unterbringen. Diese Struktur fand auch bei den großen Anbietern Anklang, wie folgendes Bild aus dem
Bildschirmtext-Angebot des Mobilfunkbereichs der Deutschen Bundespost Telekom (übrigens damals noch
mit Informationen zum Mobiltelephonnetz B/B2) zeigt:
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![[Mobilfunkdienste]](http://www.emschertal.de/gif/mobil.gif)
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Im Gegensatz zum Word Wide Web (WWW)
war Bildschirmtext ein System, für das man keine
Komputerkenntnisse brauchte und das auch keiner Konfiguration von Software bedurfte. Jeder konnte
mit einem Btx-Decoder seinen Telephonanschluß und Fernseher verbinden und fortan direkt auf die in
Btx angebotenen Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten zugreifen. Die grundlegende Bedienung
war mit dem 12 Tasten des Telephon-Ziffernblocks (Ziffern 0 bis 9, Stern und Raute) abgedeckt.
Insbesondere gab es kein Scrollen von Seiten und keine Maus-Bedienung.
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So wie Unternehmen heute mit Webseiten Kunden gewinnen wollen,
so waren früher zahlreiche Unternehmen im Btx präsent, z.B die Bausparkasse LBS mit einem Jugendprogramm,
die Bundesregierung mit einem Informationsdienst
und der Siemens-Konzern mit einem Elektronik-Lexikon:
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![[Bildschirmtext-Journal der LBS]](http://www.emschertal.de/gif/magazin.gif)
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![[Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl]](http://www.emschertal.de/gif/kanzler.gif)
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![[Siemens Elektronik-Lexikon]](http://www.emschertal.de/gif/elektron.gif)
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![[Abwahl von Bildschirmtext]](http://www.emschertal.de/gif/ende.gif)
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